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Ein Tag, der unter die Haut ging

Es gibt Tage in der Physiotherapie, da geht es um weit mehr als Muskeln, Gelenke und Bewegung. Heute war so ein Tag.


Ein Patient hat geweint – und ich habe mitgefühlt. Nicht nur, weil der Schmerz tief sitzt, körperlich wie seelisch. Sondern auch, weil es diese besonderen Momente gibt, in denen man nicht nur Therapeut:in ist, sondern einfach Mensch.


Dabei tauchen Fragen auf, die mich immer wieder begleiten:

  • Wie nah darf ich einem Menschen in seiner Verletzlichkeit kommen?

  • Wann ist Nähe hilfreich – und wann zu viel?

  • Wo ist meine Grenze, und wann darf ich sie bewusst dehnen?


Natürlich ist professionelle Distanz wichtig. Wir müssen uns schützen, um langfristig für andere da sein zu können. Aber ich glaube: Manchmal ist genau dieses kleine Stück Nähe der Schlüssel, um Vertrauen entstehen zu lassen. Und Vertrauen ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie – egal, ob körperlich oder seelisch.


Grenzen zu setzen bleibt wichtig. Aber manchmal darf man sie sanft verschieben. Denn echte Heilung beginnt oft dort, wo eine echte Verbindung entsteht.


Heute war ein schwerer, intensiver – aber auch ehrlicher Tag. Und genau diese Momente machen mich dankbar, dass ich diesen Beruf ausüben darf.



 
 
 

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